| Zur Blindheit |
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Blindheit wird von der WHO mit einer Abnahme der Sehschärfe auf weniger als 0.05 oder einer Gesichtsfeldeinschränkung auf weniger als 10 Grad definiert (WHO, ICD-10, DIMDI 1994/2005: Code: H54.-; WHO Technical Report Series No. 518; 1973). Liegt die Sehschärfe zwischen 0.3 und 0.05 oder ist das Gesichtsfeld kleiner als 20 Grad spricht man von einer Sehbehinderung. Laut Mitteilung der WHO aus dem Jahr 2004 (Resnikoff S, Pascolini D, Etya?ale D. Global data on visual impairment in the year 2002. Bull WHO 2004;82:844-51) sind 37 Millionen Menschen blind. Die prozentuelle Aufteilung ist aus der Tortengrafik ersichtlich:
Die zweithäufigste Erblindungsursache ist der Grüne Star (Glaukom), sowohl in den Industriestaaten als auch den Entwicklungsländern. Grund dafür ist, dass das Glaukom schmerzlos ist und lange Zeit ohne Symptome verläuft. Erst sehr spät werden das Dämmerungssehen schlechter, das Gesichtsfeld kleiner und das Sehvermögen nimmt ab. Beim Glaukom kommt es zu einem Absterben von Nervenfasern und Ganglienzellen der Netzhaut, welches irreversibel ist. Hauptrisikofaktor ist der Augeninnendruck, welcher meist für den Sehnerven individuell zu hoch ist. Weitere Risikofaktoren sind höheres Alter, afrikanische Abstammung, Glaukom in der Familie, hohe Kurzsichtigkeit, Durchblutungsstörungen, hoher und niedriger Blutdruck wie auch Migraine. Rechtzeitig erkannt, lässt es sich gut mit Tropfen, Laser oder Operationen behandeln (weitere Infos www.glaukom.de) Einen großen Anteil der Erblindungen (1. Stelle in den Industriestaaten) stellt die alterbedingte Makuladegeneration (AMD) dar. Bei der trockenen Form, welche die häufigste darstellt, kommt es zu einem Absterben der Rezeptorzellen (Zapfen und Stäbchen) und der Pigmentepithelzellen der Netzhaut sowie der Gefäße der Aderhaut, leider genau im Bereich des schärfsten Sehens, dem gelben Fleck (Makula lutea). Zusätzlich finden sich Ablagerungen (Drusen). Bei der feuchten Form kommt es zu Gefäßneubildungen im Bereich des gelben Fleckes mit Blutungen und Bindegewebsbildung. Für beide Formen gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten, Leselupen helfen zusätzlich. |


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