Simbabwe 2001

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(Teilnehmer: M. Eckhardt, C. Faschinger, H. Gnad)

Geplant war ein Eye Camp in der Hauptstadt Harare bei Dr. Gurumanthunhu. Als wir jedoch ankamen, wurden bereits die Zelte abgebaut. Man schickte uns 800 km in den Südosten, nach Chipinge sehr nach der Grenze zu Mocambique.

Simbabwe befand sich bereits damals in einer kritischen politischen Situation, zahlreiche sog. War veterans kamen über die Grenzen und überfielen Farmen. Benzin war extrem rar (Warteschlangen über 2 Tage). Wir bunkerten in unseren Leihwagen 120 Liter Treibstoff und fuhren so – unterbrochen von zahlreichen Straßensperren und Kontrollen –nach Südosten. Chipinge ist eine kleine Stadt mit einem älteren Spital, in welchem wir gemeinsam mit Dr. Wani, einem Augenarzt aus Simbabwe, auch in Gängen und Nebenräumen unsere Liegen aufstellten und operierten (Hans sang: sometimes I feel like a motherless child...). Aufgrund der politischen Situation kam es zu einem Massenexodus ausgebildeter Kräfte, sodaß wir mit Personal arbeiteten, welche vorher noch nie eine Augenoperationen gesehen hatte.
Untergebracht waren wir bei einem alten weissen Farmerehepaar, welches auf ihrer zum Teil verfallenen Farm ihr Sterben abwartete. Sehr traurig.
Sehen ohne Grenzen @ 2002-2014